Gestapelt der Duft
von Holz. Gefühle und Zeit
verloren im Sand.
Monthly Archive for August, 2007
Der Fernsehturm blinkt, stachelt das Gewitter an. Einsame Menschen laufen Runde um Runde: grünes Fußballherz, rote Planetenbahn, staubiger Sprungkastensatellit. Schweiß- und Regentropfen fallen, verdunsten, fallen, zerplatzen auf der Bahn. Es donnert.
Einer mit taumelndem Schritt
überholt das Mädchen
mit den knappen Hosen.
Pimpern, denkt er, immer
wieder Pimpern.
Wie eine Zunge
im Gesträuch mit der Kleinen
leckt der Schweiß
seinen Rücken.
Der Bursche sieht nicht die Gestalt, die sich am Rand des Sportplatzes duckt, sich am Gebüsch entlang zum Spielfeld hin schiebt. In schwarzer Hose und schwarzem Trikot, mit schwarzen Strümpfen bis zu den Knien, hält er eine Fahne weit von sich gestreckt. Ein rotes, hängendes Rechteck mit einem kleinen Mann hintendran, beachtet nur vom Mädchen in knappen Hosen.
Mit Kopfschmerzen war er aufgewacht. Seit einer Woche versucht er unter der Dusche, die Wut von der Haut zu schrubben. Doch sie bleibt kleben. Die ersten Gedanken an diesem Morgen haben den stechenden Geruch von Mückenschutzmittel. Er sitzt in Schlüpfer und Latschen auf dem Balkon, hält die Kaffeetasse fest und die Augen geschlossen. Mit der Hand verscheucht er eine Wespe, die um sein Brötchen schwirrt.
Berlin im Februar 2007
Im Schatten des Winters geduckt: der Balkon. Der Bambus erschöpft und zerzaust wie wir nach der letzten Grippe. Seit Oktober friert jeder allein. Träume vom Sommerhimmelblau, das sich in Deinen Augen spiegelte.

Textilstrand wird vom 
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