Donnergrau der Himmel, zart
nickende Tulpen,
Regen duftet pollensüß.
Author Archive for Badenixe
Die winterblasse Seele schlummert
im ersten Sonnenschein. Melancholie schmilzt
aus meinen Träumen, tröpfelt,
versickert in karger Erde.
Ein schönes, exakt mein Gefühl an diesen beiden sonnigen Tagen treffendes Gedicht von Andreas Noga gibt’s heute übrigens bei Lyrikmail.
Eine erste Annäherung an das Thema. Die richtige Form ist noch nicht gefunden.
06:30h. Eine alte Dame greift mit der Rechten ihr linkes Handgelenk. Durch die Spitzengardine fällt gelbes, gewürfeltes Licht. Jeden Morgen probiert sie es erneut: Sie führt die Hand über den Bauch, zieht sie etwas hoch, das Federbett raschelt dazu, und klatsch! fällt sie herunter.
06:32h. Neunzig schnelle, etwas ruppige Striche von der Schulter bis zu den Fingerspitzen – einen für jedes Jahr, das ihr der Arm gehorcht hat. Anschließend reißt sie das Blatt mit dem gestrigen Datum vom Kalender, zerknüllt es und wirft es hinter das Bett. Wollmäuse toben um den Haufen überstandener Tage.
07:13h. Vorher konnte sie sich auf den Pfleger stützen und mit ihm die fünf Schritte zur Toilette tapsen. Jetzt wechselt er eine Windel und versprüht Raumspray der Sorte „Meeresbrise“.
07:45h. Der Himmel ist genauso grau wie die Leberwurst auf dem Brötchen.
08:44h. Mit Augen stumpf vom Star verfolgt sie jede Minute, wie sie einzeln zur Tür hinaus kriecht.
Berlin im Februar 2007
Im Schatten des Winters geduckt: der Balkon. Der Bambus erschöpft und zerzaust wie wir nach der letzten Grippe. Seit Oktober friert jeder allein. Träume vom Sommerhimmelblau, das sich in Deinen Augen spiegelte.

Textilstrand wird vom 
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