Blitze reißen durch die Nacht. Für die Länge eines Lidschlags leuchtet der Himmel auf: schwarz, dann gleißend weiß, wieder schwarz. Das nächste Donnern rollt von Süden heran, gespeist aus den finsteren Wolken, die über der Mark und den Kiefernwäldern hängen. Ein dumpfes Grollen wie in einem Film. Die Art Donner, die ein Geräuschemacher aus einer Kupferfolie schüttelt. Da, noch ein Blitz: meine Haut glänzt hell wie der Mond. Thomas schnauft sich durch einen Traum, Arme und Beine von sich gestreckt, als treibe er auf offener See. Ich will ihn küssen. Erst die Augen, die Nasenspitze, zuletzt die Stirn. Möchte seine Wimpern zählen. Man sollte wissen, wie viele Wimpern der Geliebte hat.
Erinnerung an die Ägäis, den Urlaub letzten Sommer, Wasser unter mir, fühle ich Sonne auf meiner Gänsehaut. Kann den Raum spüren, die Decke über uns, durch das Fenster hindurch den Regen, jeden Fingerbreit Luft zwischen den Tropfen, die fallen, in der Nacht glitzern, ein unendlicher, reiner Raum vor unserem Haus, in meinem Geist, durch den Wassertropfen rieseln, eine kalte, klare Wachheit in mir.

Textilstrand wird vom 
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