Das Minarett der Moschee ist ein hoher, viereckiger Turm, der das Dorf überragt ohne es zu dominieren. Wie alle Gebäude hier ist es gebaut aus Lehm und Holz; aus der roten Erde des Hohen Atlas, die in der Sonne leuchtet, in schattigen Ecken jedoch braun wie Vollmilchschokolade ist. Die Kanten sind mit weißen Steinen verziert und oben hängt ein Lautsprecher aus dem Fenster. Heute Morgen krähte ein Hahn gegen das Rufen des Muezzins an.
Die Männer des Dorfes, mit dem Gebetsteppich unterm Arm, schlendern die Straße entlang, plaudern miteinander, der eine kickt einen Fußball zurück zu ein paar spielenden Kindern. Ein anderer winkt der deutschen Touristin zu, die erst vor zwei Tagen angekommen war. Wie alle Touristen wohnt sie im neuen Teil des Dorfes, wo es Trinkwasser, Strom und Sitztoiletten mit einem Klopapierhalter daneben gibt. Sie grüßt zurück: „Wa aleikum salaam.“ Der Friede sei auch mit Euch. Continue reading ‘Kasbah du Chocolat (1)’



Textilstrand wird vom 
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