Ich stelle die Tüten mit den Lebensmitteln auf dem Küchentisch ab. Jetzt aber schnell die dreckigen Stiefel ausgezogen. Auf dem Anrufbeantworter blinkt das rote Licht. Ich drücke den großen Knopf zum Abspielen und die weibliche Stimme aus der Blechdose scheppert los: „Eine neue Nachricht. Heute. Elf Uhr dreiundzwanzig.“ Piep.
„Salut. Du hast ja die Ansage noch gar nicht geändert. ‚Wir sind nicht zu Hause.’ Hhmm, so ganz ohne Mami ist es bestimmt sehr einsam für Dich. Die langen Abende sind das Schlimmste, die kenn’ ich auch nur zu gut. Immerhin hast Du die Band. Mit Proben und Auftritten hast Du doch bestimmt viel zu tun, oder? Ich muss meine Einsamkeit ja auch noch allein in einer fremden Stadt ertragen.“ Theresa lacht ihr aufgesetztes, auf dem Band besonders schrill klingendes Lachen. „Fremde Stadt. Was sag’ ich denn da. Paris, Paris, Dich kenn’ ich wie meine Westentasche. Trotzdem – ich beneide Dich schon ein wenig. Kommst jeden Tag an den Orten unserer Kindheit vorbei. Und solchen, die Dich an Mami erinnern. Weißt Du noch, wie wir jeden Freitag, nachdem wir Taschengeld von Mami bekommen hatten, zu Mrs. Bakers Laden gegangen sind, um Bonbons zu kaufen? Ach, die gute Mrs. Baker…“

Textilstrand wird vom 
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